Nachhaltigkeit in privater Lebenswelt

Leben heißt Entscheidungen treffen und Entscheidungen zeigen Wirkung.
Immer.

Lassen sich persönliche Einzelentscheidungen bündeln, steigt – frei nach Aristoteles »Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.« – die gesellschaftliche Gesamtwirkung.
Privates ist demnach immer auch öffentlich und privater Konsum immer auch öffentliche Teilhabe an z. B. Produktionsmitteln und Produktionsbedingungen.
Verbraucher haben quer durch alle Altersstufen ihre Macht als strategische Konsumenten entdeckt.
Nicht mehr »viel und billig« ist hier die Devise, sondern »fair und gerecht«.
Strategischer und nachhaltiger Konsum findet nicht mehr nur vereinzelt im Ökolädchen um die Ecke statt.

Ein Beispiel: Der Umsatz auf dem Bio-Baumwollmarkt ist innerhalb eines Jahres um 63% gestiegen und lag im Jahr 2008 bei 3,3 Milliarden US-Dollar.

Bedürfnisse der Gegenwart sollen gedeckt werden, allerdings nicht mehr auf Kosten zukünftiger Generationen und auch nicht auf Kosten derzeitiger Arbeitnehmer.
Ökonomische, ökologische und soziale Ziele sollen zu einem Gesamtziel gebündelt werden – sollen sich umschließen, statt sich auszugrenzen.
Das Internet erleichtert gemeinsames, informiertes und strukturiertes Handeln – und ist damit zu einem machtvollen Instrument der Verbraucher, Konsumenten und Bürger geworden.
Gleichzeitig informiert es auch die Unternehmen über diese »neue« Bewegung.
Weit ab von internen Marketingstrategien wird der Wunsch nach, die Umsetzung und die Wirkung von nachhaltigem Konsum ablesbar.

Was genau bedeutet Nachhaltigkeit in der privaten Lebenswelt für Privatpersonen und was für Unternehmen?

Kann wirtschaftliches Wachstum in allen Bereichen zusammengehen mit nachhaltigem wirtschaftlichem Handeln?

Ist nachhaltiges wirtschaftliches Handeln der Wachstumsgarant der Zukunft?

Kann strategischer Konsum wirklich die (Wirtschafts-)Welt verändern?
Wenn die Antwort ja ist, wie eigentlich erfahren Unternehmen frühzeitig von sich anbahnenden Veränderungen im Verhalten der Konsumenten?

Wie haben sie nicht nur nachträglich Informationen über die Veränderung, sondern antizipierendes Wissen in ihrem internen Diskurs?

Wie entwickeln sie tragfähige Feedbackloops – zu privaten und öffentlichen Akteuren?
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